Überführung ins Grundlagentraining



Girly Power

je nach Entwicklungsstand folgt ein ein- oder zweijähriges Grundlagentraining an (2 Trainingseinheiten pro Woche mit nach und nach anfallenden „Hausaufgaben in Form des Abtrainierens von einfachen, bereits beherrschten Trainingsinhalten im häuslichen Umfeld). Die Trainingsinhalte werden hier noch sehr allgemein auf Bedürfnisse der Grundkonditionierung abgestellt und vielfältig dargeboten. Die Schüler/Innen werden einem Headcoach zugewiesen, aber weiterhin auch von den anderen Spezialcoaches mitbetreut. Die Vorteile: keine zu enge Personenbindung, eine breite Ausbildungspalette, die Grundlagenausbildung steht im Vordergrund.


Jugendaufbautraining



Gehr Elke


Im Alter von 14-15 Jahren sollten die wirklichen Talente Kaderstatus erreichen. Damit kommt ein weiterer Partner, das Therapie- und Diagnosezentrum des Olympia Stützpunktes Bayerns, ins Spiel. Die grundlegenden koordinativen Fähigkeiten in diesem Bereich schulen unsere Trainer und es werden leistungsdiagnostische Untersuchungen durchgeführt (Dr. Frank Möckel). Die Schüler/Innen haben hier das Jugendaufbautraining erreicht mit 4-5 Einheiten pro Woche und nehmen zugleich an den in Regensburg ansässigen Landesstützpunkten in den verschiedenen Disziplinblöcken teil. Diese werden zum Großteil von jenen Coaches geleitet, die die in Frage kommenden Mädels und Jungs schon vom Vereinstraining kennen. Die Teilnahme bei Deutschen Jugendmeisterschaften ist anzupeilen, um schon einmal als M/W15 „Meisterschaftsluft zu schnuppern“. Die Talente wenden sich nun „ihrer“ Disziplin zu, in der Regel ist das jene, für die sie auch die meisten Talente zeigen. Der jeweilige Disziplintrainer übernimmt immer mehr die Führung.

Im Alter von 16-19 Jahren wird das wöchentliche Training von minimal 6-7 Einheiten auf bis zu 8 Einheiten pro Woche erhöht, um Standards der nationalen Nachwuchsklasse erreichen zu können. Die dauerhafte Teilnahme bei Deutschen Jugendmeisterschaften ist das Minimalziel, eine Endkampfteilnahme bzw. der Medaillenrang das Nor­malziel für Nachwuchskaderathleten/innen. In besonderen Fällen erreichen hier die ersten Talente internationale Qualitäten (Teilnahme bei Junioren Welt- und Europameisterschaften). C-Kader Mitglieder werden hier in der Regel auch finanziell unterstützt.

Anschlusstraining



Andrea Heuberger - Susi Lutz - Lisa Gläß

Der Übergang zum Hochleistungssport beginnt nun. Die Universität kommt in vielen Fällen als Partner ins Spiel. eine individuell „ehrliche“ Athleten/Innenberatung wird angestrebt. Wir führen derzeit intensive Gespräche mit der Uni Regensburg und dem DLV, damit die Uni Partneruniversität des Deutschen Leichtathletik Verbandes wird. Das heißt, dass Studenten mit Kaderstatus (hier dann B-Kader) erhebliche Studienerleichterungen in Form eines „ge­streckten Studiums“ haben. Der schwierige Übergang vom Abitur zum individuell „richtigen“ Studiengang soll durch das Ableisten eines freiwilligen sozialen Jahres bei einem unserer Partner erleichtert werden. Diese treten in die­sem Jahr gleichzeitig als Mentoren für unsere jungen Sportler auf.


Was ist neu:
Die Schnittstelle in der Leichtathletik überhaupt. Wir halten die individuell „ehrliche“ Beratung der Athleten/Innen in dieser Ausbildungsphase für besonders wichtig. Es bieten sich mehrere Wege an. Für Hochtalentierte, die den Übergang vom C-Kader in den B-Kader auf Anhieb schaffen ver­suchen wir die Grundlagen für ein zweimaliges Training pro Tag zu legen. In Ausnahmefällen raten wir das auch Athleten/Innen, die von sich aus glauben, erhebliche Einschnitte in ihrem Privat/Ausbildungsleben zu wa­gen, um durch jahrelanges intensives Training die nationale Spitze errei­chen zu können. Für viele gilt der Rat, vernünftigen Leistungssport (bis hin zum täglichen Training) mit den übrigen Zielen in der Berufs-, Ausbil­dungs- und Lebensplanung zu koppeln. Bei jenen, bei denen abzusehen ist, dass sich auch auf Dauer keine lohnenden Erfolgserlebnisse einstel­len werden, bieten wir die Ausbildung zum Übungsleiter und zum Clubas­sistenten an. Wir wollen sie ganz einfach im sozialen Gefüge „Verein“ behalten.

Hochleistungstraining


Da muss dann mit 21, 22 oder 23 Jahren alles zusammenpassen. Talent, Fleiß, Trainingswille, Motivation und alles, was man zur Teilnahme an internationalen Meisterschaften braucht.


Nicht möglich in unseren Regionen? Aber doch – 2012 war die Regensburger Athletin Corinna Harrer bei den Olympischen Spielen in London dabei. Außerdem nahmen sie und ihre Teamkollegen Philipp Pflieger, Maren Kock und Florian Orth schon an mehreren Europameisterschaften teil. Sicher gibt es noch viel zu tun in Regensburg. Wir packen es an, Schritt für Schritt, mit dem Ziel das nötige Umfeld für den Hochleistungssport zu optimieren.

Florian Schönbeck


Leistungsentwicklung


Leistungsbaum © Kurt Ring